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Sony geht gegen Modchips vor
Anbieter unter Beschuss
 
Das Sony nicht viel von Modchip-Händlern hält, ist ja hinlänglich bekannt. Jetzt wird man jedoch aktiv und veranlasst die ersten einstweiligen Ver- fügungen gegen Händler und Großhändler von Modchips. Die GVU ver- öffentlichte eine Pressemeldung, in der dies bestätigt wird: “Als erste große Anbieterin von Konsolenspielen geht Sony Computer Entertainment Europe Ltd., bekannt als Herstellerin der Sony PlayStation2, PlayStation Portable und PlayStation3, seit kurzem massiv juristisch gegen so genannte “Mod- chips” vor. Das Unternehmen hat bereits erste einstweilige Verfügungen
gegen Großhändler von Modchips erwirkt.
 
Nach Hinweisen der GVU wurden durch einen Gerichtsvollzieher Modchips aus den Geschäftsräumen eines Großhändlers in Verwahrung genommen. Zugleich geht Sony Computer Entertainment Europe Ltd. durch ihre Anwälte bereits mit Ab- mahnungen gegen kommerzielle Anbieter von Modchips vor; weitere werden nötigenfalls folgen, erklärten Sony- vertreter.” Insbesondere das Landgericht München I hat in mehreren Fällen den Vertrieb von Modchips unter Androhung einer Strafe von 250.000 Euro untersagt. Die betroffenen Unternehmen können noch Widerspruch gegen die Ver- fügungen einlegen. Ob Sony Erfolg haben wird und die Modchips bald der Vergangenheit angehören, bleibt abzuwarten.
 
Mit dem Verbot sollen auf der einen Seite illegale ISO-Kopien bekämpft werden und auf der anderen Seite die Möglichkeit, Spiele preiswert aus dem Ausland zu bestellen und mit einem Modchip den Regio-Code zu umgehen. Ersteres ist für Sony beonders wichtig, da man momentan nur mit den Spielen und weniger mit der Konsole das Geld verdient, da diese momentan noch ein Subventionsgeschäft ist.
Source: GVU | 25.06.2007