|
PSP NEWS / GAMES / FACTS / DOWNLOADS Game News ![]() ![]() SUCHEN ![]()
Games | Review vom 06.03.2008 Review: Socom - Tactical Strike Der Taktik-Shooter im Test Socom ist zurück auf der PSP! Im nun dritten Teil wagte man eine vollkommene Umstellung auf einen Taktikshooter, riskierte damit schlechte Wertungen und verärgerte Fans. Doch hat sich das Risiko wirklich gelohnt? Dies und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Test zu Socom - Tactical Strike! Die Story Wenn ihr eine Kampagne startet, wählt ihr als erstes eure Sondereinheit aus. Es stehen mehrere Sondereinheiten wie die deutsche KSK, die britische SAS oder die amerikanischen Navy Seals zur Verfügung. Ihr könnt aus insgesamt 9 Truppen wählen, die Story bleibt jedoch bei allen Einheiten die gleiche. Bei einem Treffen des Botschafters, der von euch gewählten Truppe, mit dem panamaischen Innenminister werden beide von Rebellen gefangen genommen. Euer Ziel: Sichert die beiden und beschafft euch Informationen über die Rebellen. Doch schnell stellt sich heraus: Die Rebellen sind keine einfachen Bürger, die einen Aufstand planen, sondern werden durch reiche, russische Ölbarone gezielt auf die panamaische Ölversorgung angesetzt, um den Ölpreis in die Höhe zu treiben. Den Innenminister findet ihr nach zahlreichen Einsätzen wieder, doch schnell wird klar, dass die Öl- Terroristen euren Botschafter als Geisel gefangen halten. Doch ihr zahlt natürlich kein Lösegeld, womit ihr nämlich den Terrorismus direkt finanziert hättet, sondern rettet den Botschafter bei einer riskanten Aktion. Die Story des Spiels wird mit gut animierten Zwischensequenzen erzählt. Oft erfahrt ihr darin wichtige Informationen und versteht die ganze Geschichte immer besser. Das Gameplay Ihr steuert euer Einsatzkommando mit einfachen Befehlen wie Angriff, Geh-Befehlen und könnt auch durch ein paar Tastendrücke eine Granate in Richtung eurer Gegner werfen. Doch es gibt auch komplexere Befehle, zum Beispiel, dass Alpha Bravo beim Vorrücken Feuerschutz gibt oder dass ein Mitglied der Gruppe einen Gegner mit einem Scharfschützengewehr beseitigt und euch dadurch einen klaren Vorteil im direkten Kampf verschafft. Eine nützliche Funktion sind die „Auf meinen Befehl“-Kommandos. Ihr legt für das Team eine Aktion fest, die sie dann im richtigen Zeitpunkt und durch einen simplen Tastendruck abrufen kann. So kann zum Beispiel Alpha eure Gegner mit Sperrfeuer ablenken, während Bravo gedeckt vorrückt. Wenn sie dann in Position sind, schaltet ihr einfach zu ihnen und legt ein „Auf meinen Befehl“Kommando auf „Angriff“. Im richtigen Zeitpunkt gebt ihr dann den Befehl zum Feuern von beiden Seiten und nehmt euren Gegner dadurch in die Zange. Durch einfaches Teamplay könnt ihr also Verletzte und Misserfolge vermeiden. Doch nicht nur tagsüber seid ihr unterwegs. Auch mitten in der Nacht müsst ihr zum Beispiel für einen Aufklärungseinsatz bereit sein. Ihr müsst dann mit Nachtsichtgerät ausrücken, was die Weitsicht etwas einschränkt. Trotzdem kommt dadurch Abwechslung ins Spiel und außerdem müsst ihr dabei oft gezielt vorgehen, wobei ihr nicht immer nur rohe Waffengewalt einsetzen könnt, da dies viel zu laut wäre und mehr feindliche Truppen anlocken würde. Wenn ihr die Hauptziele erledigt habt, müsst ihr in den meisten Missionen noch zu einem Evakuierungspunkt gelangen. Manchmal müsst ihr euch aufteilen, damit ihr zum Beispiel gerettete Geiseln nicht gefährdet. Ihr macht mit Alpha also den Weg für Bravo und die Geisel frei. Leider könnt ihr euch höchstens in Alpha und Bravo teilen und nicht einen Charakter alleine steuern. Dies hätte mehr taktische Freiheit geboten, allerdings ist die Trennung in die beiden Teams für ein PSP Spiel schon relativ gut umgesetzt worden. Schließt ihr eine Mission ab, so wird eure Leistung benotet. Die Bewertung ist in vier Kästen aufgeteilt, die zusammen dann die Endnote ergeben. Doch auch die Einzelleistung jedes Teammitglieds wird bewertet. In der Note spielen u.a. folgende Kriterien eine Rolle: • Tode: Wie oft musste das Teammitglied wiederbelebt werden?• Genauigkeit: Trifft es mit seiner Waffe überhaupt den Gegner? • Teamwork: Wie agierte es bei Teamaktionen?• Besondere Aktionen: Zum Beispiel das Töten eines Gegners mit einer GranateDies ist für alle Fans von Statistiken ein echter Augenschmaus. Doch auch normale Spieler können daraus ihre Mangel lesen und sich durch das Spielen weiterer Missionen verbessern. Die Grafik Das neue Socom nutzt scheinbar genau die gleiche Grafikengine wie die beiden Vorgänger. Das soll aber nicht heißen, dass das Spiel aussieht, als ob es schon 2 Jahre alt wäre. Auf keinen Fall! Die Entwickler haben hier ein bisschen an Texturen und Grafikeffekten gearbeitet. Leider sehen manche Gegenstände ein bisschen zu eckig aus, doch meistens ist der Grafikstil sehr passend und es entsteht für ein PSP Spiel eine recht ordentliche Atmosphäre. Während des Spiels kann man mit dem Analogstick die Kamera frei schwenken. Dadurch behaltet ihr in ruhigen Situationen immer den Überblick. Doch in hektischen Taktikgeplänkeln könnt ihr durch die manchmal ungünstig gestellte Kamera schnell die Kontrolle über das Geschehen verlieren. Die gelegentlichen Explosionen sehen meistens gleich aus. Hier hätte ich mir etwas mehr Variationen gewünscht. Die Menüs sind übersichtlich gestaltet und die Idee von mehreren Tabs, zwischen den ihr mit den Schultertasten wechseln könnt, sollte in alle PSP Spiele eingebaut werden, da so der Bildschirm nie überfüllt erscheint. Der Sound Die Umgebungs- und Waffengeräusche wirken realistisch und die deutschen Synchronstimmen passen absolut zu den Charakteren. In den Videosequenzen sprechen die meisten Charaktere meistens kein Deutsch, sondern Spanisch, Russisch oder Englisch. Dann wird euch mit Untertiteln geholfen, worüber die entsprechenden Personen sprechen. So konnte man also Geld für die deutschen Synchronstimmen in den Zwischensequenzen sparen und trotzdem den Sinn der Zwischensequenzen erfüllen. Im Menü bekommt ihr mehrere sich immer wiederholende Melodien geboten. Je nachdem welches Einsatzkommando ihr wählt, ändert sich die Melodie. Features und Besonderheiten Ein Großteil des Spiels ist der Multiplayer, den ihr sowohl online wie offline mit Freunden spielen könnt. Es gibt 5 Modi: • Kollateralschaden: Als Terroristen müsst ihr mindestens die Hälfte der Fahrzeuge im Gebiet zerstören, während das andere Team als Spezialeinheiten diese schützt.• Zerstörung: Die Spezialeinheiten müssen die Zerstörung eines wichtigen Objekts durch die Terroristen verhindern.• Evakuieren: Als Spezialeinheit müsst ihr einen VIP aufspüren und ihn zum Evakuierungspunkt bringen. Die Terroristen wollen dies natürlich verhindern.• Frei für Alle: Ein simples Deathmatch, in dem jeder auf sich allein gestellt ist.• Suppression: Auch bekannt als Team Deathmatch. Das Team, das zuerst alle gegnerischen Spieler ausschaltet, gewinnt.Im Kampagnenmenü könnt ihr jede Mission noch einmal spielen. Im Teamactionmodus könnt ihr eine schon geschaffte Mission erneut in Angriff nehmen, jedoch mit dem Unterschied, dass es mehr Gegner und dadurch intensivere Kämpfe gibt. Richtige Extras wie Artworks oder Trailer gibt es leider nicht, allerdings überzeugt das Spiel durch zahlreichen Modi und einem sehr gelungenen Multiplayer. Fazit “Noch ein Socom?“. So oder so ähnlich wird die Reaktion wohl bei der Ankündigung des dritten Teils bei einigen Spielern gewesen sein. Doch diese unüberlegte Bemerkung ist absolut unberechtigt. “Socom – Tactical Strike“ bietet (fast) alles, was ein guter Taktikshooter bieten sollte. Leider übernehmt ihr nicht selbst das Feuern, sondern gebt nur den Befehl dazu. Trotzdem macht die virtuelle Schlacht mit Freunden einen Heidenspaß und gehört auf jeden Fall in die Liste der besten 20 PSP Spielen. Fans der Serie können also ohne Bedenken zugreifen und losspielen, doch auch allen anderen ist das Spiel zu empfehlen.
85% Gesamtwertung Gameplay Grafik Sound Features Spiel Socom - Tactical Strike Developer : Slant Six Games Genre : Taktik-Shooter DATEN UND FAKTEN Release : 20.12.2007 USK : ab 16 Jahren Onlinemodus : Ja Publisher : Sony
ADVERTISEMENT ![]()
|